Montag, 14. September 2020

Will ich?
 
 
Werte Leserinnen und Leser,
 
wie ich im ersten Beitrag des Blogs erwähnte, wollte ich keine persönlichen Wertungen mit in meine Artikel einfließen lassen. Ich denke, daran habe ich mich weitestgehend gehalten.
 
Doch dies wird ein Beitrag, welcher ganz und gar persönlich wird. Einfach weil ich heute einen Anlass dafür habe; ich möchte folgende Frage – an mich selber – stellen:
 
Wie ist es, 6 Monate mit meiner Frau verheiratet zu sein?
 
Als erstes kann ich dazu sagen, dass es in einem Wort nicht zu beschreiben ist. Wenn ich dann Beispiele dafür finden soll, fallen mir viele auf einmal ein, bei einigen muss ich jedoch schmunzeln: chaotisch, spannend, humorvoll, bezaubernd, abwechslungsreich, heiß, liebevoll, nervenaufreibend, vertrauensvoll.
 
Mir ist bewusst, dass ich nun aus dem berühmten Nähkästchen plaudern werde. Aber da ich stolz auf das bin, was meine Frau und ich haben und uns verbindet, habe ich keine Probleme damit, es offen zu beschreiben. Und so nehme ich die obigen Worte wieder auf und möchte sie näher erläutern.
 
Meine Frau ist chaotisch. Nicht etwa, weil sie keinen Plan vom Leben hat, sondern weil sie in mein sonst ruhiges Leben die gewisse Ruhelosigkeit bringt. Wo ich grau mag, ist sie der pinke Gegenpol. Das kann man auch meist deutlich an der Kleidung und unserer Einrichtung sehen. Sie mischt nicht nur mich auf, sondern die ganze Stadt. Sei es nun mit ihrem offenen und liebevollen Wesen oder mit einer Schrotflinte, die so schwer ist, dass sie aus Versehen auf Männer schießt und sich selber dabei den Arm bricht. Auf mich hat sie noch nicht geschossen. Aber was nicht ist, kann noch werden.
 
Das macht es auch so spannend mit ihr. Kein Tag ist wie der andere und keine Herausforderung zu groß. Sie lässt mich zu einem stärkeren Menschen werden, wenn es mir nicht gut geht und fordert mich heraus, mit ihr mitzuhalten. Das Böckchen schubst mich, wenn ich einen Anstoß vertragen kann und der Pinguin kommt zu mir in die Eisbärhöhle, wenn er Nähe braucht. Ich werde überrascht von einem Reigen von Ideen und kann doch darauf zählen, Unterstützung und Verständnis zu empfangen.
 
Nicht jeder Mensch findet mich lustig, das muss auch nicht so sein. Zur Not lache ich über mich selber, trottelig dafür bin ich zur Genüge. Aber von Anfang an hat mich diese humorvolle Art meiner Frau in ihren Bann gezogen. Es vergeht kein einziger Tag, an dem sie mich zum Lachen bringt. Das schaffen nicht viele, weil ich oft so gestresst und genervt von der Arbeit bin, dass ich brummend auf dem Sofa einschlafe. Ich weiß nicht, ob sie als Kind von einem Kobold gesegnet wurde, aber für mich ist es die reine Erfrischung, mit der sie mir immer wieder gegenüber tritt. Und diesen Humor zeigt sie auch, wenn Pittiplatsch das Schnattchen zum klappern bringt.
 
Vielleicht ist es einfach die ganze Mischung ihrer Charakterzüge, die mich von Anfang an bezaubert hat. Wie sie an der ehemaligen Smokey (noch im Container am Roadrunners) erst auf eine Kiste steigen musste, um mich vernünftig ansehen zu können. Anfangs noch etwas schüchtern, dann immer mehr auftauend, bis sie mir von ihrer todesmutigen Begegnung mit dem Nilpferd berichtete. Das war auch der Moment, der sich in meine Erinnerungen brannte. Nicht etwa, weil sie mir auf ihrem Handy statt dem Nilpferd aus Versehen Fotos von ihrem sexy Arsch zeigte (der übrigens nicht zu verachten ist!), sondern weil ihr wacher Geist mich angespornt hat, mit ihr mithalten zu wollen. Schon damals genoss ich es, einfach bei ihr zu sein und ihr dabei zuzuhören, wie sich Ihre Gedanken und Worte überschlugen, weil sie einfach vor Kreativität und Enthusiasmus sprudelt, was unsere Beziehung auch sehr abwechslungsreich macht. Es ist ein Geben und Nehmen, ohne die Hemmung haben zu müssen, Dinge offen anzusprechen und mehr vom anderen zu verlangen, als dieser geben könnte.
 
Und so kommen wir zur brisanten Abteilung des Nähkästchens. Denn auch wo viele schon mitbekommen haben werden, dass meine Frau und ich gerne auswärts eine Nummer schieben, so sind wir im Grunde Langweiler. Wir haben keine „besonderen Neigungen“ in Sachen „auf den Punkt kommen“. Wir verhauen uns nicht gegenseitig den Arsch, besitzen keine Peitschen, stecken uns kaum Gemüse in Körperöffnungen, geben uns nur nette Tiernamen und Pippi und AA landet im Brunnen (was Emilys Verständnis fürs Töpfchen ist). Und uns geht es damit mehr als hervorragend. Meine Frau ist heiß. Unser Schnackseln ist mega. Wir brauchen keine weiteren Personen dazu und können uns sogar an der Missionarsstellung erfreuen, denn wir wissen sie anzuwenden.
 
Das Schöne dabei ist jedoch, dass meine kleine Hexe mit ihrem liebevollen Wesen stets ein Lächeln in mein Gesicht zaubern kann. Dass sie auch ganz anders kann, wenn ihr etwas gegen den Strich geht, haben schon ein paar Personen in der Stadt erfahren dürfen. Auch bei mir war sie schon ein paar Mal aufmüpfig. Soll sie auch sein, schließlich steckt in ihr ein Temperamentsbündel das nicht zu allem ja und Amen sagen muss. Ich mag denkende Frauen mit einer Persönlichkeit. Nicht zuletzt deswegen bewundere ich meine Frau, die ein Charakterkopf ist. Ich habe Respekt vor ihren Ansichten und schätze ihre Meinung. Sie ist zu meiner inneren Stimme geworden.
 
Was nicht heißen soll, dass bei uns immer nur Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, schließlich würde das einen auf Dauer auch langweilen. Man sehe sich nur mal den Kleidungsstil meiner werten Gattin an! Neuestes Model Marke geplünderte Altkleidersammlung der Army verhüllt maximal das nötigste von ihrem kurvenreichen Body. Dass da mehr zu sehen ist, als für den Blutdruck meiner einer gut ist, stört sie aber nicht im Geringsten. Unschuldig wie ein frommes Lamm guckt sie mir dann noch in die Augen und versteht nicht, warum ich schnaube wie ein Büffel. Und doch schafft sie es immer wieder, mich um ihren kleinen Finger zu wickeln, selbst wenn auf ein mal zwei Nilpferdbabies unseren Vorgarten zerpflügen. Es ist sogar so nervenaufreibend mit ihr, dass ich mir verrückte Racheaktionen einfallen lassen muss, auch wenn dies bedeutet, dass ich mich vorm Rest der Stadt zum totalen Schwachkopf machen muss. Aber meine Frau ist es mir einfach wert.
 
Aber bei allem, das uns widerfährt, steht unsere Bindung im Vordergrund. Da kann auch ein nackter Mann nichts ausrichten, der sich mal wieder an meine Pinguinlady tanzend ranmachen will. Natürlich sind wir eifersüchtig, wenn dem jeweils anderen jemand zu nahe kommt, doch wir führen eine vertrauensvolle Beziehung. Ich weiß zu jeder Zeit, dass ich mir keine Sorgen machen muss, durch jemand anderen ersetzt zu werden. Genauso wie es mo ghaol weiß.
 
Und so möchte ich nun langsam zum Ende kommen.
 
Was wollte ich mit dem Headliner „will ich?“ zum Ausdruck bringen? Heute sind wir 6 Monate miteinander verheiratet. Ich habe noch nie erlebt, dass ich so überrascht über einen ausgesprochenen Zeitraum war wie hier. Ich denke das kommt daher, dass ich die miteinander verbrachte Zeit genieße, die ich mit Saphi verbringen darf. Minute für Minute. Wenn ich bei ihr bin, verbringe ich die Zeit mit ihr. Nicht mit nebenbei fernsehen, den Playboy ansehen oder die Fußnägel schneiden. Ich bin ganz bei ihr und genieße sie. Genieße die letzten 6 Monate und schon die Zeit davor. Mal mit Socken und wenn ich mutig bin, sogar ohne. Mal bringe ich Ingwer mit nach Hause, mal etwas Luftpolsterfolie. Und spätestens wenn ich sie lachen sehe, bin ich angekommen. In unserem gemeinsamen Leben. Also ja, ich will. Weiter mit DIR, mein Herz, zusammen sein. Ich hoffe, du willst das auch mit mir (und bevor du antwortest, denk an die restliche Auswahl in der Stadt!). Und auch wenn wir keine Ringe brauchen würden, bin ich stolz darauf, dass du mir einen angesteckt hast. Denn ich würde dich auf der Stelle weg wieder heiraten, sogar nur im Schottenrock oder von mir aus auch ohne.
 

Dein Gabe.


Mittwoch, 9. September 2020

 S T E L L E N A U S S C H R E I B U N G

(für die Gestaltung und Formulierung der Ausschreibung ist der Auftraggeber verantwortlich)



Du bist aufgeschlossen, nicht prüde, kontaktfreudig und willst jede Nuance des Lebens voll auskosten und dabei sogar Geld verdienen? Dann bist Du bei uns richtig.

Wir, das ist die Geschäftsleitung des "The Sinful Palace". Was wir benötigen sind:

- Barkeeper/-innen m/w/d

- Tänzer/-innen m/w/d

- Liebesdamen/-herren m/w/d

- Sicherheitspersonal m/w/d

- Putzfrau m/w/d

Wenn Dich eine oder mehrere der angebotenen Stellen interessieren und Du gerne zu unserem Team gehören möchtest, dann melde Dich bei uns.

Geschäftsführerinnen

Xhexana und Rhianna


  W E R B U N G

(für die Gestaltung und Formulierung der Werbung ist der Auftraggeber verantwortlich)




       █▓▒▒░░░  JC' s H I G H S I D E R S ░░░▒▒▓█
       █▓▒▒░░░     proudly  presents     ░░░▒▒▓█


                            ✩░▒▓▆▅▃▂▁BEST OF ROCK ▁▂▃▅▆▓▒░✩


                                Die letzte Freiheit hat einen Namen! 
                JC'S Bikerbar, das HIGHSIDERS, lädt ein zu einem fetzigem Rockevent.
               Am Samstag dem 12, September von 20:00 bis 22:00 Uhr legt

                            ¸¸♬·¯·♪·¯·♫¸¸ 𝓓𝓙𝓪𝓷𝓮 𝓚𝓘𝓜𝓜𝓘¸¸♫·¯·♪¸♩·¯·♬¸¸
              
            als Gast-DJ die kultigsten Rockhits auf. Zu dem Event hat JC die 
            Getränkepreise um 50% reduziert und einen ausreichenden Vorrat
            an exklusiven alkoholischen Spirituosen aus Mexico schmuggeln... 
            einfliegen lassen. Die Bikerbar befindet sich in der Industry Road 05
            gleich neben dem Supermarkt. Reservierte Parkplätze für Biker sind 
            direkt vor dem Eingang vorhanden und auch die Werkstatt  kann für 
            die Dauer der Veranstaltung KOSTENFREI genutzt werden!

            Da das HIGHSIDERS nur ein begrenztes Kontingent an Gästen aufnehmen 
            kann behält der Veranstalter es sich vor Gäste abzuweisen. 
            Des weiteren ist das Tragen von Waffen und der Konsum/ Verkauf 
            von harten Drogen auf dem Veranstaltungsgelände "offiziell" untersagt!
            
                                                    LET'S ROCK! 
                               SAMSTAG, 12. SEPTEMBER 2020, 20:00 UHR



/gmm für ccn

Donnerstag, 3. September 2020

 Ein Stadtviertel erfindet sich neu ... Fotonachtrag











Ein Stadtviertel erfindet sich neu

 

 

Der ehemalige Soho-District – welcher weiterhin unter der Adresse Soho geführt wird – hat sich bzw. wurde einem Schönheitswandel unterzogen.

 

Man könnte fast vom Herzen der Stadt sprechen, wenn man die Lage beschreiben sollte. Für alle Naturliebhaber bleibt natürlich weiterhin der groß angelegte Park das pochende Organ der Stadt.

 

Wo einst fahle Beton- und Backsteinbauten standen, wurden Häuser abgerissen und neu gebaut und andere aufwendig saniert. Insgesamt zeichnet sich nun ein Bild ab, das in seiner Gesamterscheinung weitaus stimmiger und einladender wirkt. Bereits beim ersten Blick auf die neuen Fassanden sollte für jeden erkennbar sein, dass Asien in unsere Stadt eingekehrt ist. Und jeder, dem diese Erscheinung noch nicht eindeutig genug ist, sollte einen Blick auf den ebenfalls neu gestalteten Hinterhof werfen. Bis vor kurzem noch ein Ort, um sein Auto oder Sondermüll abzustellen, lädt das inzwischen detailreiche Ambiente dazu ein, an diesem Ort zu verweilen. Dazu tragen kleine Imbissstände, Brunnen und Lampions bei, neben und unter denen man einen gemütlichen Platz finden kann. Lediglich Katzenallergiker sollten aufpassen, nicht einer der zahlreichen Samtpfoten zu begegnen. Oder vielleicht auf dem Teller zu haben. Denn neben den Imbissbuden findet man nun auch ein waschechtes Chinarestaurant, ganz im japanischen Stil. Die Redaktion erklärt sich diesen Umstand mit der Tatsache, dass Fusionsküche immer beliebter wird. Katze in Sushi sozusagen.

 

Wem das neue Viertel gefällt, der hat Glück – es befinden sich noch einige Gebäude im Leerstand und können angemietet werden.

 

Aber auch der Undergroundclub hat ein Facelift bekommen. Nicht mehr grell und durch Neonlicht in Szene gesetzt, sondern eine Mischung aus Brutalismus des 70er-Jahre-Baubooms und der Skatergemeinschaft der frühen 2000er-Jahre. Diese Räumlichkeiten sind jedoch zwischenzeitlich neu verpachtet worden und stehen nun unter der Flagge des „Racoon“.

 

Wie aber schon vor der Umwandlung des Districts, befindet sich weiterhin der Tierladen/-praxis im Eckgebäude gegenüber vom Hospital.

 

Sollten Sie also Lust darauf haben, interkulturelle Eindrücke zu gewinnen, bestaunen Sie die architektonische Meisterleistung der Bauherrin.

 

 

/gmm für ccn

  Schließung dieses Blogs - Wo keine Stadt, da keine News Seit nunmehr 2014 war Central County ein fester Bestandteil der deutschen RP-Commu...